LIT Verlag

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Roland Schopf

Weltereignis oder Randerscheinung - der Spanische Bürgerkrieg im Schulbuch 1937 bis 1993

Reihe: Politik & Kultur, Band 4, 1995, Gebundene Ausgabe, 172 Seiten

ISBN: 978-3-8258-2610-4

€24.90
Der spanische Bürgerkrieg ist in seiner Bedeutung wie in seinen Auswirkungen bis heute ein Musterbeispiel für divergierende Wertungen.
Er wird einerseits als richtungsweisender Konflikt im Kontext des Zweiten Weltkrieges verstanden, andererseits als europäische Randerscheinung abgetan, wobei mißbräuchlich aus einem spanischen Binnenvorgang ein Feld internationalistischer Auseinandersetzungen gemacht worden sei.
Fünf politische Systeme reagierten auf den spanischen Bürgerkrieg extrem unterschiedlich und verbreiteten ihre herrschende Lehrmeinung im schulischen Populärwissen: das III. Reich, die Bundesrepublik, die DDR, Franco-Spanien und die junge spanische Republik. Wie in Schulbuch-Texten berichtet und beurteilt wurde, stellt sich als direkter Reflex des Selbstverständnisses der jeweiligen staatlichen Ordnungen dar. Die Sichtweisen bilden Paradigmen für interessengeleiteten Umgang mit politischen Ereignissen.
Im Buch sind einschlägige Abschnitte chronologisch und nach Staaten geordnet und kommentiert. Ein Essay zur Rezeption in der DDR ergänzt die Dokumentation.

Roland Schopf, Dr., Professor an der Fachhochschule Fulda, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, Politologe und Germanist, Schwerpunkt Ideologie- und Sprachkritik; Herausgeber der Reihe "Fremde Nähe. Beiträge zur interkulturellen Diskussion" (LIT, Münster), Autor des Buches: "England und die Engländer in Schulbüchern des Kaiserreiches und der Weimarer Republik" (1990).

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Dieser Artikel wurde am Dienstag, 30. November 1999 im Shop aufgenommen.

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