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Klaus Roth (Hg.)

Sozialkapital - Vertrauen - Rechtssicherheit

Postsozialistische Gesellschaften und die Europäische Union

Reihe: Freiburger Sozialanthropologische Studien/Freiburg Studies in Social Anthropology/ Etudes d'Anthropologie Sociale de l'Université de Fribourg, Band 19, 2007, broschiert, 280 Seiten

ISBN: 978-3-8258-0979-9

€34.90
Der 1990 eingeschlagene "Weg nach Europa" scheint für Bulgarien und Rumänien schwieriger zu sein als für das östliche Mitteleuropa. Darauf verweist nicht nur die zurückhaltende Politik Brüssels, sondern auch das in Südosteuropa verbreitete Gefühl, nicht ganz zum "eigentlichen Europa" dazuzugehören. Es sind die historisch gewachsenen Rechtsvorstellungen, Werte und Normen Westeuropas, die die Grundlage der EU bilden. Ihre Prinzipien wie Vertragstreue, Rechtsstaatlichkeit, Zivilgesellschaft und institutionelles Vertrauen sind jedoch relativ fremd für Gesellschaften, die auf einer historisch bedingten "Kultur des öffentlichen Misstrauens" und einer Personalisierung aller Sozialbeziehungen beruhen und in denen Sozialkapital fast nur über privates Vertrauen erworben werden kann.

Die hier vereinigten Beiträge von Juristen, Psychologen, Wirtschaftsgeographen, Soziologen, Historikern und vor allem Europäischen Ethnologen aus sieben Ländern gehen - unter Einbeziehung der Erfahrungen anderer osteuropäischer Länder - der Frage nach, wie sich die Bildung von sozialem Vertrauen, Sozialkapital und Rechtssicherheit in den neuen EU-Mitgliedsländern entwickelt und ob in den Gesellschaften eine "Europäisierung von unten" oder eher das Beharren bei überkommenen Denk- und Verhaltensweisen zu beobachten ist.

Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Roth, emeritierter Professor für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Schwerpunkt in der Forschung ist Südosteuropa

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Dieser Artikel wurde am Freitag, 14. Dezember 2007 im Shop aufgenommen.

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