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Karl-Heinz Lindemann

Objektivität als Mythos

Die soziale Konstruktion gutachterlicher Wirklichkeit Eine Analyse der sprachpragmatischen Strukturen in Gutachten und Berichten der Sozialarbeit/Sozialpädagogik

Reihe: Sozialpädagogik/Sozialarbeit im Sozialstaat, Band 10, 1998, broschiert, 176 Seiten

ISBN: 978-3-8258-3827-7

€17.90
Gutachten und Berichte der Sozialarbeit erheben den Anspruch, objektiv zu sein. Wie aber kann Fachlichkeit der Gutachten begründet und eine Gleichbehandlung der Adressaten garantiert werden, wenn die Annahme aufgegeben wird, daß die Welt objektiv zu erfassen ist. Wie kann, wenn die erkenntnistheoretische Grundlage der Gutachten bezweifelt, die Objektivität als Mythos dechiffriert wurde, Willkür durch den einzelnen Gutachter ausgeschlossen und Machtmißbrauch des berichterstellenden Sozialarbeiters verhindert werden? Der Autor setzt sich in seiner Untersuchung kritisch mit diesen Fragen auseinander. Er greift bewußt die durch den radikalen Konstruktivismus vorgegebene Argumentation auf, verknüpft sie mit dem sprachpragmatischen Wahrheitskonzept von Jürgen Habermas und kann damit gleichsam ein theoriengeleitetes Untersuchungsinstrument und ein differenziertes Anforderungsprofil für fachlich ausgewiesene Gutachten begründen.

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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 16. September 1998 im Shop aufgenommen.

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