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Norbert Friedrich, Traugott Jähnichen (Hrsg.)

Gesellschaftspolitische Neuorientierungen des Protestantismus in der Nachkriegszeit

Reihe: Bochumer Forum zur Geschichte des sozialen Protestantismus, Band 3, 2002, broschiert, 160 Seiten

ISBN: 978-3-8258-5874-x

€17.90
Das Jahr 1945 bedeutete für den deutschen Protestantismus nach dem Kampf des NS-Staates um die sog. Entkonfessionalisierung des öffentlichen Lebens ein Jahr der Chancen, aber auch der unerfüllten Hoffnungen. Das Ende der NS-Gewaltherrschaft und die Zerstörung Deutschlands wurden von beiden großen christlichen Kirchen interpretiert als Mahnung und Aufforderung, eine umfassende Neuorientierung Deutschlands auf der Grundlage des Christentums in die Wege zu leiten.

In diesem Sinn bekannte sich die evangelische Kirche zu einem besonderen "Wächteramt" gegenüber den Entwicklungen in Politik und Gesellschaft. Diese "Hinwendung zur Politik" (Martin Greschat), die sich in den verschiedenen Lagern des Protestantismus unterschiedlich realisierte, barg für den Protestantismus ein großes Konfliktpotential. Ein Teil des Protestantismus unterstützte bewusst die Politik Adenauers und der CDU, ein weiterer Teil stand in Opposition zur Bonner Regierung und vertrat andere gesellschaftspolitische Optionen.

Der vorliegende Band behandelt verschiedene Aspekte der Geschichte des Protestantismus in der Nachkriegszeit: Fragen der Bildung, des sozialen und des politischen Engagements, aber auch die deutlich spürbaren Veränderungen der innerkirchlichen Mentalität und Meinungsbildung.

Prof. Dr. Traugott Jähnichen ist Professor für Christliche Gesellschafslehre an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.

Dr. Norbert Friedrich ist Wissenschaftlicher Assistent am selben Lehrstuhl.

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Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 31. Januar 2002 im Shop aufgenommen.

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