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Claudia Augustat

Entmachtete Gegenstände?

Zur Kommerzialisierung sakraler Masken bei den Piaroa in Venezuela

Reihe: Veröffentlichungen zum Archiv für Völkerkunde, Band 12, 2006, broschiert, 136 Seiten

ISBN: 978-3-8258-9815-6

€14.90
Die Kommerzialisierung sakraler Gegenstände spiegelt scheinbar das Bild einer indigenen Kultur wider, die - korrumpiert durch den Einfluss der westlichen Welt, der Missionierung, des Tourismus und ihrem Begehren nach Industriegütern - symbolische Kernstücke ihrer Kultur veräußert.

Am Beispiel der Piaroa wird gezeigt, dass die Transformation ihrer sakralen Tanzmasken in eine Ware nicht zwangsläufig durch einen Bedeutungsverlust gekennzeichnet ist, sondern auch durch ein Abwägen zwischen traditionellen und neuen Überlebensstrategien. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten 35 Jahre wird der Verlauf der Transformation beleuchtet und damit die Vielschichtigkeit dieses Prozesses veranschaulicht.

Claudia Augustat studierte Ethnologie in Bonn und promovierte 2004 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Sie war zwischen 1993 und 2001 in unterschiedlichen Funktionen und Bereichen am Museum der Weltkulturen in Frankfurt am Main tätig und arbeitete als wissenschaftliche Museumsassistentin i. F. 2002 und 2003 am Ethnologischen Museum Berlin. Seit Juli 2004 ist sie Leiterin der Südamerika-Sammlung am Museum für Völkerkunde in Wien.

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Dieser Artikel wurde am Freitag, 08. September 2006 im Shop aufgenommen.

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