LIT Verlag

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Claudia Caffi

La Mitigazione

Un approccio pragmatico alla comunicazione nei contesti terapeutici

Reihe: Romanistische Linguistik, Band 5, 2002, Gebundene Ausgabe, 552 Seiten

ISBN: 978-3-8258-5517-1

€35.90
Sicherheit wird in den ASEAN-Staten anders definiert als in Europa und in den USA. Während im "Westen" militärische und strategische Konnotationen den Sicherheitsbegriff prägen, denkt man in Südostasien - wie auch in anderen Weltentwicklungsregionen - in breiteren Kategorien. Bestandteile dieses Sicherheitsdenkens sind: Entwicklung, Stabilität, Regierbarkeit, Fortschritte im Prozeß des nation-building, regionale Befriedung sowie die Abwehr von äußeren und inneren Gefahren. Die Regierungen der ASEAN-Staaten waren schon seit der Unabhängigkeit gezwungen, sich mit ideologisch motivierten Aufstandsbewegungen, ethnisch-religiös inspirierten Unruhen, Separatismus, Verselbständigungserscheinungen des Militärs sowie erheblichen Distributionsverzerrungen auseinanderzusetzen. Innere Sicherheit als Leitgedanke entwicklungspolitischen Handelns hat in allen ASEAN-Staaten zur Herausbildung eines hoch interventionistischen Regierungsstils geführt. Dennoch sind Singapur und Malaysia einerseits sowie die Philippinen andererseits bemerkenswerte Beispiele dafür, wie es innerhalb des südostasiatischen Staatenverbandes trotz eines nahezu übereinstimmenden Entwicklungsparadigmas zu unterschiedlichen Niveaus ökonomischer Leistungsfähigkeit und politischer Stabilität kommen konnte.
Der Schwerpunkt der Analyse liegt darauf, solchen Entwicklungsvorstellungen sowohl mit Blick auf die ASEAN selbst als auch insbesondere auf die Mitgliedstaaten Singapur, Malaysia und die Philippinen gezielter nachzugehen. Ziel der Studie ist es, über die herausgearbeiteten Länderprofile die südostasiatische Verschränkung von Sicherheits- und Entwicklungsdenken zu verdeutlichen. Zugleich wird erkennbar, daß die Kombination von autoritärer Regierungsform und materieller Besserstellung nicht den Menschentyp hervorbringen kann, der diesen Modernisierungsprozeß weiterzutragen vermag.

Dr. Norbert Eschborn M. A. befaßte sich im Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz über mehrere Jahre mit sicherheits- und entwicklungspolitischen Fragen. Er schrieb Untersuchungen zur Sonderrolle Frankreichs im Atlantischen Bündnis sowie über die Beziehungen der Europäischen Gemeinschaft zu Asien.

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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 06. März 2002 im Shop aufgenommen.

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