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Info 7

Information und Dokumentation in Archiven, Medienbanken, Datenbanken. Jahrgang 30, Heft 2/2015

Reihe: Info 7. Medien | Archive | Information, 2015, broschiert, 56 Seiten

ISBN: 978-3-643-99805-7

€7.90
Die matrilinearen Mosuo, eine tibetobirmanische Ethnie Südwestchinas, haben eine außergewöhnliche Form der sozialen Organisation. Formelle Ehen sind bei ihnen zwar bekannt, aber selten. Die sozial erwünschte Form der Mann-Frau-Bindung ist die "Azhu-Beziehung", die ohne Mitwirken Dritter aufgenommen und beendet wird. Der Mann besucht die Frau nur über Nacht, beide bleiben Vollmitglieder ihres mütterlichen Haushalts. Kinder aus einer solchen Beziehung gehören ausschließlich der Mutterseite an. Trotz großen Drucks von Seiten der kommunistischen Partei haben die Mosuo ihre Lebensform auch nach Gründung der Volksrepublik bewahrt. Die vorliegende Arbeit beschreibt die sozialen Institutionen der Mosuo sowie das wirtschaftliche und ethnische Umfeld, in dem ihre Gesellschaft sich befindet.

Susanne Knödel, geb. 1958, studierte Sinologie und Ethnologie in Köln und Trier und beendete das Studium mit dem DFG-Projekt "Mosuo" am Kölner Institut für Ethnologie. Sie ist jetzt Leiterin der Abteilung Süd- und Ostasien am Hamburgischen Museum für Völkerkunde.

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Dieser Artikel wurde am Dienstag, 10. November 2015 im Shop aufgenommen.

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